Was verstehen wir unter Tierschutz......
In erster Linie müssen Tiere artgerecht gehalten werden!!
Nicht wegsehen wenn ein Tier leidet, sondern für das Tier etwas tun, auch dann, wenn es unangenehm für einen selbst werden könnte.
Das beginnt z.B. damit, dass Sie einen an der Autobahnraststätte ausgesetzten und angebunden Hund der Polizei melden und dem Tier Wasser bietet und Gesellschaft leistet bis die Polizei eintrifft, um das Tier sicher in das nächste Tierheim zu bringen. Oder eine angefahrene Katze die am Straßenrand liegt nicht liegen zu lassen, weil die Decke, indem man das Tier einwickelt wird, Blutflecken bekommen könnte.
Beim Kauf von Lebensmitteln zu überlegen, ob es nicht Sinn macht zu hinterfragen wo etwas her kommt, wie etwas produziert wird. Wir haben z.B. einen Erzeuger, den Schatzgrundhof in Baiertal gefunden, der selbst schlachtet. Das Tier wird ruhig und ohne Stress über den Hof geführt direkt ins Schlachthaus. Zwischen Stall und Schlachthaus liegen keine 100 m. Beim Schatzgrund bekomme ich nicht nur super Fleisch, sondern auch erstklassige Wurst, Eier, Nudeln und Brot zum gleichen Preis wie beim Metzger und Bäcker und teilweise sogar noch günstiger. Die Suche hat sich für uns wirklich gelohnt.
Das sind nur Kleinigkeiten, aber es bringt uns alle weiter.
Was kann jeder für den Tierschutz tun....
Sich ehrliche Gedanken machen und es nicht bei diesen Gedanken belassen.
Z.B. bei der Anschaffung eines Tieres sich über ALLE "Für" und "Wieder" genaustens zu informieren und bei der Entscheidung sich darüber im Klaren sein, was es wirklich bedeutet ein Tier zu haben. Ganz ehrlich, die anfängliche Euphorie weicht mit der Zeit der Realität und dem Alltag. Bei einer guten Vorbereitung unterscheidet sich dann der Alltag von der schönen Vorstellung nur kaum.
Wer sich kein eigenes Tier halten möchte, der sollte nicht "schlecht" über Hundefreunde, Katzenfans oder Kaninchenstreichler usw. urteilen, sondern nach dem Motto "Leben und Leben lassen" handeln und sich auch so verhalten.
Wer sich kein Tier halten darf, aus welchen Gründen auch immer, kann in sein nächst gelegenes Tierheim gehen und dort einen Hund regelmäßig ausführen. Der freut sich sicherlich riesig darüber.
Wer dafür keine Zeit hat und dennoch etwas tun möchte, kann z.B. das Internet nutzen und sich über die einzelnen Hilfsorganisationen informieren. ( Natürlich könen Sie auch mich fragen!!!) Fast jede Organisation gibt bereitwillig Auskunft über ihre Tätigkeit. Es müssen nicht immer Geldspenden sein, auch Sachspenden sind bei den meisten herzlich Willkommen.
Schon Goethe sagte: " An den Taten werdet ihr gemessen, nicht an den Worten die ihr sprecht! "
Die Fragen, die wir immer wieder gestellt bekommen.........
Warum ein Second-Hand Tier?
Wir Menschen sagen immer wieder " Jeder hat eine 2. Chance verdient!!" Warum sollte das nicht auch für Tiere gelten...??????
Natürlich kann man nicht ins Tierheim gehen und so mal auf die Schnelle sich ein Tier holen. Das braucht alles seine Zeit. Die Suche nach dem richtigen Tier, man sollte sich gegenseitig kennenlernen, es muss vieles berücksichtigt und vorbereitet werden. Hand aufs Herz, wenn Sie zu einem guten Züchter gehen läuft das alles genau so ab. Der Züchter wohnt nicht gerade um die Ecke, welches der zur Auswahl stehenden Tiere passt zu einem, es sollte ein Kennlernen statt finden und vorbereitet muss auch alles sein. Nur beim Züchter bezahlen Sie meist das 3-6-fache von dem was Sie im Tierheim oder bei einer Hilfsorganisation bezahlen. Außerdem kann ihnen KEINER eine Garantie auf irgend etwas geben.........
Also warum keinem Second-Hand Tier eine Chance geben ??????
Benötigen Sie Tipps oder weitere Infos? Wenn ich helfen kann mache ich das gerne.
Warum ein Tier aus dem Ausland?
Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben.
> Z.B. hat man auch nach intensiver Suche über einen sehr langen Zeitraum hinweg effektiv kein passendes Tier in deutschen Tierheimen oder Organisationen gefunden.
> Oder es verbindet einem etwas ganz persönliches mit einem bestimmten Land und möchte daher einen Tier aus diesem Land helfen. Ich spreche hier nicht von Exoten, sondern von Hunden oder Katzen.
> Ein sehr wichtiger Grund ist allerdings auch, dass der Tierschutz den wir hier in Deutschland kennen, in sehr vielen der sogenannten europäischen Ländern es nur auf dem Papier gibt. Tiere sind dort Gebrauchsgegenstände und werden dort auch so behandelt. Ist das Tier in den Augen des Besitzers "kaputt", heißt es ab in die Mülltonne, im wahresten Sinne des Wortes. Ist es zu alt, wird ein Strick genommen und am nächsten Baum aufgehängt. Oder der Wurf ist nicht so ausgefallen wie man sich das erhofft hat, ab in eine Blechtonne, diese in die Sonne gestellt und der Rest ist ........ Diese Dinge sind noch harmlos und gehören in vielen Ländern zum Alltag.
Das Gleiche gilt auch für die spärlich vorhandenen "Tierheimen". In viel zu keine Zwinger werden viel zu viele Tiere zusammengepfercht. Dadurch entstehen oft Beisereien, da spielt es keine Rolle, wenn das eine oder andere Tier dabei verletzt wird oder gar stirbt. Es ist auch ganz normal, dass innerhalb kürzester Zeit, ca. 3-8 Wochen je nach Region, getötet werden. Allerdings hat dieses Töten nichts mit dem zu tun, was wir so üblicherweise darunter verstehen. Es ist kein sanftes hinübergleiten. Die Tiere werden meist zu Mehreren in eine große Tonne gesteckt, Deckel drauf und dann wird der Gashahnen geöffnet..........
Das hat mit Tierschutz nichts zu tun!!! Auch diese Tier haben eine 2. Chance verdient!!!!
Wenn Sie mehr erfahren möchten, gebe ich Ihnen erne Auskunft.
Was ist sinnvoller Tierschutz im Ausland??
Auch hier gibt es viele Möglichkeiten. Die Wichtigsten versuche hier aufzuführen und kurz zu erklären:
> Es ist sehr wichtig, die Bevölkerung aufzuklären und die Einstellung zum Tier mit der Zeit zu ändern.
> Druck auszuüben auf die Regierungen, des jeweiligen Landes, durch Unterschriften-Aktionen und Kampanien. Es wirkt sicherlich nicht beim ersten Mal, aber steter Tropfen höhlt den Stein.
> Organsisationen vor Ort zu unterstützen, die diese Ziele aufrichtig verfolgen. Insbesonders, wenn z.B Kastrationsaktionen anstehen. Je weniger sich die Tiere unkontrolliert vermehren, um so weniger besteht ein "Entsorgungsproblem".
> Wenn Sie z.B. eine Flugreise planen, könnten Sie sich z.B. als Flugpaten zur Verfügung stellen. D.h. für Sie, dass Sie sich bei einer seriösen Organisation melden, den Termin Ihrer Heimreise nenne und die Flugroute. Den Rest erledigt eine gute Organisation selbst. Ihnen entstehen keine Kosten. Sie müssen nichts bei den Fluggesellschaften organsieren. Sie müssen nur die Papiere des Tieres am Flughafen in Empfang nehmen, den beim Einchecken sind Helfer der Organisation mit dabei. Am Zielflughafen in Deutschland müssten Sie dann warten bis das Tier ausgeladen ist, es entgegen nehmen, dann mit in die Wartehalle schieben oder tragen und dort den bereits wartenden Helfer mit den Papieren übergeben. Das war es schon.
Scheuen Sie sich bitte nicht zu fragen, ich antworte gerne.
Wieso gibt es Pflegstellen für die Tier bei Organisationen?
Außenstehnde fragten uns des öffteren: “Hast Du nicht genug um die Ohren?” und schütteln vielleicht sogar mit dem Kopf.
Meist trifft man sich dann nach einiger Zeit wieder und dann kommt überwiegend diese Frage: “Ist das wirklich der gleiche Hund ?? Der hat sich aber verändert!” Das ist nur eine ganz kleine Sequenz, warum Pflegestelle für ein Tier. Es gibt einem sehr viel, der sich auf diese immer wiederkehrende "Abentuer"-Pflegetier ein lässt. Einfach sich zu kümmern, aufzupäppeln und zu sehen, wie das Tier aufblüht und Vertrauen fasst. Sicher, der Abschied ist nicht leicht, aber man hat das alles schließlich getan, um das Tier auf diese neue Welt vorzubereiten und einen guten Einstieg hier in Deutschland zu ermöglichen.
Unsere Erfahrungen beschränken sich auf Hunde und dort mit Schwerpunkt der Galgo Espaniol. Die Hunde sind außergewöhnlich! Sehr oft sind diese Hunde wahre Wundertüten. Keiner weiß was sie alles schon erlebt haben und trotzdem sind sie meist von sanftem Gemüt, je nach Alter, liebevoll und um jede Zuwendung die man Ihnen schenkt mehr als dankbar.
Was aber wirklich für die Pflegestelle spricht ist:
> Man kann aktiv helfen.
> Junge Hunde zu erziehen, Kranken zu heilen, Verstörten das Gefühl der Geborgenheit zu bieten, Dünne zu einer gesunden Figur zu verhelfen, Ängstliche aufzubauen und zu ermutigen usw. Es ist ein Freude zu sehen, wie aus einem "Etwas" wieder ein Hunde wird.
> zu sehen wie der Hund seine Familie findet und dort glücklich ist.
Was für mache Menschen gegen die Pflegestellenarbeit spricht:
> Eine Pflegefamilie muss damit rechnen auch einmal einen nicht ganz "einfachen" Kandidaten zu bekommen. Der Eigenheiten hat, die nicht mal so einfach zuhinzu nehmen sind.
> Die Pflegefamilie muss damit rechnen, dass der Hund, nicht wie sonst üblich, nur ein paar Wochen bleibt, sondern dass es auch einmal Monate sein können. Denn nicht jeder Topf findet auf anhieb den richtigen Deckel und passen muss es schon.
> Auf jeden Fall braucht die Familie Geduld und Eigeninitiative, denn Hunde sind keine Ware.
> Falls bereits eigene Hunde in der Familie sind, gibt es das Risiko, dass ich der Pflegehund mit dem Familienhund nicht auf Anhieb verträgt.
> Der Pfleghund hat eventuell pansiche Angst vor den Kindern der Pflegefamile, weil es in seiner alten Heimat vielleicht von Kindern mit Steinen beworfen wurde.
> Der Pflegehund ist ein junger Flegel, der auch keine Rücksicht nimmt, wenn mal was zu Bruch geht oder die Kinder einfach umgerannt werden....
> Bei Kranken – muss man sich fragen, wieviel Zeit hat man wirklich für einen kranken Hund? Die Fahrt zum Tierarzt, die dortige Wartezeit oder auch die notwendige Pflege, Medikamenten geben oder Verbandswechsel......
> Was passiert mit dem Pfleghund, wenn die Familie in Urlaub fähr? Kann er mit??
Was für den Pflegehund wichtig ist:
> Für den Hund ist es immer schöner, wenn er direkt bei einer Familie bleibt, die ihn hier in Deutschland in Empfang nimmt.
> Ein sicherer bereits vorhandener Familienhund ist vorteilhaft, da dieser dem "Neuen" erzählen kann wie alles hier so läuft.
> Es heißt ja auch beim Menschen " mit einer guten Ausbildung findet man leichter ein guten Job". Das gilt auch für einen Hund, der sich bereits ein wenig benehmen kann.
ACHTUNG!!!!! Pflegestelle zu sein heißt nicht, dass man auf diese Art und Weise "Seinen" Hund sucht. Und sobald man merkt, dass der Pflegehund irgendwie doch nicht ganz den persönlichen Vorstellungen entspricht, ihn dann einfach zu einer anderen Pflegstelle verfarchtet und den nächsten Pflegehund ausprobiert....
Es muss jeder mit sich selbst ausmachen und abwägen ob es für die Familie tragbar und machbar ist. Für uns waren die Gründe, die dafür sprachen immer die ausschlaggebenden.