ERST PRÜFEN, DANN SPENDEN !!!!!
Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von "seriösen" Tierschützern, Tierschutzvereinen und leider auch so genannte "schwarze Schafe" und "dubiose Organisationen", die unter dem Deckmantel des Tierschutzes Spendengelder nicht im zweckgebundenen Sinne verwenden.
WIE SOLL MAN DEN E I N E N VOM A N D E R E N UNTERSCHEIDEN ??????
Hier einige wichtige Punkte die hilfreich sein können:
= An wen spenden? Fragen Sie nach !!
Handelt es sich um einen eingetragenen und als gemeinnützig anerkannten Verein , dessen Ziele mit dem Tierschutz übereinstimmen und in der Satzung eindeutig verankert sind?
Wo ist er Verein eingetragen ? - In Deutschland oder im Ausland? D.h. können Sie zu dem Tun des Vereins sehen, wie man so schön sagt?
Wenn es sich um einen eingetragenen Verein handelt, ist die Vereinsregiesternummer angegeben? ( z.B. in einer Homepage, eventuell im Impressum) Leider ist das allerdings auch keine Garantie.
VORSICHT!!!! bei Vereinen die "Name des Vereins V. i.G." oder "Name des Vereins i.Gr." oder gar "Name des vereins e.V. i.G." lauten. Diese Abkürzungen erwecken möglicherweise den Eindruck, es handele sich um einen eingetragenen Verein (e.V.), ABER i.G. steht für -in Gründung- . Fragen sie nach, wie lange sich dieser Zusammenschluss von Personen bereits in Gründung befindet? Es gibt einige, die sich schon seid Jahren in Gründung befinden........
Tierschutz im Ausland: Besonders schwierig wird es, wenn die Organisation im Ausland tätig ist oder tätig zu sein scheint. Die Frage, ob das Geld tatsächlich den Tieren im Ausland zugute kommt, lässt sich nur schwer überprüfen, dennoch gibt es wenn auch wenige, aber wichtige Anhaltspunkte.
= Wo wird das Geld eingesetzt? Wird Ihnen ausreichend geantwortet, oder werden Ihnen konkrete Projekte genannt?
= wie wird das Geld eingesetzt? Gehen Bargelder zurück ins Land oder liegen Rechungen (Tierarzt, Klinik, Tierheime usw.) vor. Könnte man sich bei einem Besuch auch die örtlichen Projekte ansehen ?
TRAURIG aber WAHR: Die Türschützer vor Ort, also im Ausland, gehen häufig LEER aus, obwohl sie die Rechnungen für Kastrationen, Impfungen, tierärztliche Versorgung etc. bezahlt haben. Die Spendengelder bleiben oft in Deutschland beim Vermittler und es stellt sich die F r a g e: warum ist das so ? UND - was geschied mit den Spenden jedweder Art ?
Wie viel von Ihrer Spende geht ins Ausland? Gibt man Ihnen diese Auskunft auf Anforderung auch schriftlich ?
Spendennachweis
= Lassen Sie sich eine Spendequittung ausstellen !!
= Statt BARgeld zu übergeben überweisen Sie lieber auf ein ausgewiesenes VEREINS-Konto. Achten Sie darauf, dass es z.B. kein Konto ist, das eine Zusatzbezeichnung hat wie den Namen eines Mitglied. Die Banken können Auskunft darüber geben, ob es ein reales Vereinskonto ist oder ein privates Personen-Konto, das nur die Zusatzbezeichnung des Vereins hat.
Vorsicht ist geboten, wenn z.B. die nächtliche Übergabe eines Hundes aus dem Tierschutz auf der Autobahn stattfindet, wo der Vermittler unmittelbar vor Ankunft des Hundes noch schnell die Papiere fertig macht und das BARGELD in Empfang nimmt. Die bürokratische Abwicklung, die natürlich notwendig ist, sollte bei Ankunft des Tieres abgeschlossen sein. Die Aufregung und die Angespanntheit vor der Ankunft des neuen Familienmitgliedes ist sicher so groß, dass es schwer fällt, sich auf den Abgabevertrag zu konzentrieren. Diesen sollten Sie vor der Adoption in Ruhe Zuhause lesen können und auch Fragen dazu stellen können. D.h. dann natürlich auch, dass Sie Ihre gestellten Fragen auch beantwortet bekommen!! Genauso verhält es sich mit der Übergabe von Bargeld, die schnell mal, fast nebenbei bei der Übergabe des Tiers stattfindet. Warum in BAR? Warum nicht per Überweisung? Und wer garntiert eine ordnungsgemäße Spendenquittung ??
Gezielt spenden!!!
Wenn Sie den Verwaltungsaufwand gering halten wollen, empfiehlt es sich Ihre Spende nicht zu "streuen" sondern damit gezielt wenigen Organisationen zu unterstützen. in KEINEM Fall sollten Sie als Spender nur gern gesehen sein, wenn Sie größere Geld-Spenden überweisen. Gerade die sogenannten kleinen Spenden machen das Ganze zu einem Großen, denn jeder der helfen möchte, sollte dies nach seinen Mitteln und Möglichkeiten tun können!
= Lässt sich verfolgen, wie Gelder eingesetzt werden (z.B. auch im Internet )?
= Ist eine zweckgebundene Spende willkommen oder möchte die Organisation lieber eine "freiwillige Spende", über die der Verein ausschließlich frei verfügen kann, oder auf dem Einzahlungsbeleg eventuell nur als Verwendungszweck -"Geschenke"- stehen, oder soll es gar in einer anderen Sprache ausgestellt werden ??
Zweckgebundene Spenden schränken die Handlungsfähigkeit des Vereins ein, denn es werden auch so genannte freie Gelder benötigt, um akut dort zu helfen wo aktuelle Hilfe gebraucht wird. Dennoch sollte es möglich sein selbst zu entscheiden wo man seine Spende sehen möchte.
= Freut man sich auch über Sachspenden oder sind nur Geldspenden willkommen?
Im Sinne der Tiere und des Tierschutz handelnde Organisationen freuen sich genauso über Sachspenden wie über Geldspenden. Denn z.B. Verbandskästen, abgelaufene Wurmkur-Tabletten oder der Gleichen, können im Ausland gut gebraucht werden und sparen dort wiederum eine Menge Geld. Fragen Sie nach, was an Sachsenden zum jeweiligen Zeitpunkt benötigt wird. Sachspenden sind genauso wichtig, lassen Sie sich nichts anderes erzählen.
Überlegt spenden
Vorsicht ist geboten, wenn Sie im Internet auf Tierschutz-Hompages gelangen, die Sie nur nach dem Klicken auf // OK // ansehen können. Sehen Sie genau hin und überprüfen Sie, ob es sich nicht um kostenpflichtige Dailer handelt, bei denen nach // OK // die Einwahl über eine 0190er-Nummer erfolgt.
= Werden Sie "bedrängt" oder "genötigt" z.B. einen Mitgliedsvertrag abzuschließen? --DRUCK SOLLTE MISSTRAUEN ERWECKEN !! --
Schließen Sie keine Mitgliedsverträge per Internet, Telefon oder Fax ab. Lassen Sie sich nicht zu einer Entscheidung drängen, sondern sehen Sie sich in Ruhe die Homepage an und fordern dann schriftlich Original Unterlagen an. Prüfen Sie den Vereinsstatus, die Gemeinnützigkeit, sowie die Vereinsziele und fragen Sie sich, ob Sie hier gut aufgehoben sind und ob Sie sich mit den Vereinszielen identifizieren können.
Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn Sie in Einkaufszentren oder an der Haustüre angesprochen und um eine Mitgliedschaft in einer Tierschutzorganisation gebeten oder gedrängt werden. Einige Organisationen arbeiten mit Drückerkolonnen und dem Faktor "MITLEID". Sie untermauern meist ihre Spendenaufforderung mit grausamen Fotos von Tieren und hoffen so auf die emotionale Betroffenheit der Spender. Zu beachten ist in jedem Fall immer wie es mit dem Rücktrittsrecht und/oder der Kündigung der Mitgliedschaft aussieht.
Übertriebenes Werbematrial
Organisationen die mit HOCHGLANZ-Prospekten und kostenlosen Aufklebern, Postkarten und regelmäßigen Zeitschriften an Sie herantreten, zeigen in erster Linie eines: gute Werbung braucht viel Geld - Spendengeld......... ist das wirklich notwendig..?
Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wichtigen Beitrag um gezielt Projekte und Aktivitäten zu unterstützen, aber: schauen Sie ganau hin, fragen Sie nach und überprüfen Sie, ob Ihr Geld wirklich dort ankommt, wo es ankommen soll !
Vereine, Organisationen und private Tierschützer könnten ohne Spenden, Patenschaften und Mitgliederunterstützung nicht so engagiert arbeiten. Das steht außer Frage. Nur wenn immer wieder Nachrichten eintreffen die davon zeugen, dass ausländische Tierschützer die ihre Vierbeiner sorgfältig vorbereitet und medizinisch versorgt nach Deutschland geben, mit ihren Kosten im Stich gelassen werden und/oder keinerlei Unterstützung zusätzlich erfahren, dann ist das sicher nicht im Sinne der Spender und auch nicht im Sinne des Tierschutzes.
Auch etablierte Organisationen und teilweise auch Tierheime behalten die Abgabenspenden mehr oder weniger für sich und blockieren damit die Arbeiten vor Ort im Ausland. Der Konsens ist, dass dann z.B. unkastrierte, ungeimpfte, nicht auf Mittelmeerkrankheiten getestete, unzureichend von Parasiten befreite, oder nicht ausreichend lange in Quarantäne veweilte Tiere nach Deutschland vermittelt werden. Ist das Tier dann krank, heißt es pauschal, dass alle Organisationen so handeln ohne nur einmal nachzufragen, warum das so ist und wo die Unterschiede zwischen den Vereinen und Organisationen liegen.
Es ist nicht allein damit getan Hunde aus dem Ausland zu holen und ihnen z.B. in Deutschland ein besseres Leben zu ermöglichen. Es ist genauso wichtig VORORT tätig zu werden, auch wenn es nicht einfach und z.T. sehr mühselig ist. Tierschutz im Ursprungsland selbst heißt, Aufklärung über die Zustände wie sie wirklich sind, den guten Umgang mit Tieren aufzuzeigen, z.B. in Schulen und Kindergärten usw., dies ist genauso wichtig.
Eine perönliche Anmerkung noch von mir:
Schauen Sie genau hin, es ist Ihr Geld das Sie mit Herz und Vertrauen weiter geben, dann sollte es auch mit Herz und Verstand eingesetzt werden !!!!!!!!!
Hier im Telegrammstil:
** ein ECHTER e.V. ist in jedem Fall bei einem Amtsgericht/Registergericht eingetragen, und zwar dort, wo der Sitz des Vereins ist. Bei der amtlichen Eintragung erhält der Verein eine Registernummer. Die Angaben vom zuständigen Amtsgericht und die Registernummer sollten bei einem "echten" eingetragenen Verein in allen Dokumenten und in der Homepage deutlich zu erkennen sein.
** ein ECHTER e.V. hat beim zuständigen Amtsgericht eine hinterlegte Satzung. Die Satzung ist öffentlich und muss jedem zugänglich gemacht werden wie. z.B. über die Homepage und/oder durch Übersendung.
** für die Vermittlung von Hunden werden Verträge benötigt. Ein Vertragsentwurf ist kein Geheimnis. So könnte man diesen z.B. auf die Homepage setzen oder auch vorab übersenden.
** Es wird Geld gespendet, es werden Rechnugen bezahlt und ausländische Oragnisationen unterstützt............ Hier darf es kein Geheimnis sein, was mit den Geldern geschied! Muss man erst Mitglied sein, um von diesem Verein bei einer Jahreshauptversammlung über das Tun unterrichtet zu werden? Oder hat die Organisation ein Problem damit seinen Zahlungsverkehr jederzeit offen zu legen?
Jeder Euro sollte so verwaltet werden, dass es zu 100% auch dort ankommt wo er auch hin gehört.
** Sie könnten sich auch im Haupttätigkeitsgebiet des Vereins umhören und Informationen sammeln. Sie können zu Treffen gehen und sich die Abwicklung vorort ansehen. Herrscht Hektik bis Chaos, wie werden die Hunde transportiert, in welchem Zustand sind die Hunde, sind die Papiere vollständig, sind Impf-Pass/Mittelmeercheck Nachweis vorhanden, ist der Hund kastriert und wie sieht die OP-Stelle aus, gibt es ein "Handzettel" zum Hund speziell, gibt es Eingewöhnungstipps zum mit nach Hause nehmen, usw.............
Dies sind nur ein paar wenige Punkte/Fragen, die jeder selbst stellen oder ausmachen kann. Ich bin mir ganz sicher, dass es keine verschwendete Zeit ist sich darüber Gedanken zu machen. Denn schlechte Erfahrungen zu machen tut weh. Ich weiß von was ich spreche.
Beim Spendeninstitut nachfragen, ob der Verein schon einmal einmal negativ aufgefallen ist. Weitere Infos erhalten Sie auch unter http://www.dzi.de/spetips.htm
Hören sich einfach um, z.B. in der "Gegend" indem der Verein/die Organisation überwiegend tätig ist, ob dort schon das Eine oder Andere vorgefallen ist.